Montag, 14. Mai 2012

Gedanken zu der Insel | Thoughts about the Island

Diese Bilder hätte ich schon sooooo lange posten wollen. Zuerst hatte ich sie noch nicht bearbeitet, dann hatte ich zu viel anderes im Kopf und schliesslich habe ich es vergessen. Aber jetzt bin ich von Maria daran erinnert worden, dass da ja noch Bilder waren. Und die will ich euch jetzt auch endlich zeigen.




Das ist für mich immer schwierig. Wie schreibt man von etwas, was nicht nur „schön“ war? Wie beschreibt man, dass man wütend und traurig war? Oder gehören solche Gefühle nicht in ein Kreativ-Tagebuch? Sind es Gefühle, die nichts mit Kreativität zu tun haben?
Für mich gehört auch Frust zu Kreativität, genauso wie Trauer und Wut zum Leben gehören. Diese Bilder sind zum Teil entstanden, während ich wütend, verletzt und traurig war und ich denke, dass ich sie auch deswegen nie gezeigt habe. Nun bin ich aber (glaube ich) soweit. Denn die Bilder sind echt schön und es ist schade, wenn nur ich sie zwischendurch anschaue, sonst aber keinem zeige. 


 

Letzten Sommer war ich für 10 Tage in Griechenland. Dort wollte ich eine Freundin besuchen, die für ein halbes Jahr in Amorgos lebte. Das Zusammentreffen mit dieser Freundin war für mich mit einer grossen Enttäuschung verbunden.
Irgendwann bin ich dagestanden, hatte viel Zeit und Geld investiert und musste feststellen, dass dies überhaupt nicht gewürdigt und geschätzt wird. Ich war wütend und traurig und sehr verletzt. So sehr, dass ich mich dann entschieden habe, die letzten Ferientage lieber allein in Santorini zu verbringen und mir einfach zwei statt nur einer Insel anzuschauen. 




Es wurden für mich zu introvertierten, ruhigen und sehr nachdenklichen Ferien in deren Zusammenhang ich sehr viel über mich gelernt habe. Ich würde sie nicht missen wollen, denn die Inseln sind wirklich wunderschön, beide zusammen. Das rurale Leben in Amorgos ist wirklich wunderbar. Die Insel ist nicht gross, die Leute kennen sich und leben noch einigermassen im Einklang mit der Natur. Natürlich ist es da im Sommer auch quirlig und bunt und es gibt auch einige Touristen, aber man spürt das ursprüngliche Griechenland auch noch sehr. Die Landschaft ist atemberaubend schön und das Tempo ist wunderbar langsam und gemächlich.


Santorini ist da halt sehr viel touristischer, mit den riesigen Kreuzfahrtschiffen, die in der Bucht vor Anker liegen und Unmengen von Passagieren ausspucken. Aber auch hier habe ich wunderbare Stunden und Tage verbracht. Ich konnte die Insel herrlich erkunden und habe richtig viel gesehen. Der berühmte Sonnenuntergang ins Meer ist wirklich atemberaubend schön und man hat fast das Gefühl, man kann hören, wie die Sonne das Meer berührt. Ich kann die Leute verstehen, die klatschen, wenn es vorüber ist.


So sind die Erinnerungen an die Inseln schön, aber auch etwas traurig. Irgendwie Tage mit Goldrand.

Kommentare:

  1. Ich denke von allem Erlebten sollte man sich nur das rauspicken und in Erinnerung behalten, das der Aufmerksamkeit wert war. Der Rest macht einem nur Sorgen und überschattet die Gedanken an morgen. Ich finde Deine Bilder traumhaft schön, sie laden zum Träumen ein!
    Liebe Grüße, Michi

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  2. Wie gut, dass Du so wunderschöne Bilder machen kannst! Sie werden Dir helfen, mit der Zeit die Enttäuschung zu verwinden, und das Schöne zu geniessen.
    Lieben Gruss
    Angela

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  3. Schade das manch schöne Bilder so eine traurige Geschichte haben, trotzdem Danke das du sie uns gezeigt hast, sie sind wunderschön!

    Grüessli

    Claudia

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  4. Liebe Marisa,

    bitter sweet symphony...

    Wundervolle Bilder!

    http://www.myvideo.de/watch/7119022/The_Verve_Bitter_Sweet_Symphony

    Ganz herzlichen Gruß,
    Silke

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  5. sehr sehr schoen!
    und das gute dabei ist, das aus frust auch schoenes entstehen kann und man schlechte energie in gute umwandeln kann.

    hast du sehr schoen hinbekommen und klasse umgesetzt. nebenbei noch eine wichtge lektion fuer das leben gelernt und dich nicht total runterziehen lassen! bin begeistert!!!

    sonja

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